Sicherheit in der Innenstadt (Neumünster)

Ich möchte dazu beitragen, die guten Beziehungen in unserer Stadt Neumünster zu stärken. Darüber hinaus möchte ich dort, wo es noch keine Schnittmengen gibt, Ideen zur Belebung unserer Innenstadt und des Rencks Parks und der Klosterinsel entwickeln, um neue Orte der Gemeinschaft zu schaffen.

Ich bin überzeugt, dass wir als Bürger dieser Stadt auf diese Weise in der Lage sein werden, Hass, Kriminalität und auch das Gefühl, allein und einsam oder vergessen zu sein, bekämpfen werden. Ich möchte darauf hinweisen, dass unsere Gesellschaft und alle ihre Bereiche den Wert eines gut durchdachten und geordneten und notwendigen Zusammenlebens in Neumünster verstehen sollten.

Wir alle sind Teil einer Gemeinschaft, in der alle miteinander leben. Es ist an der Zeit, dass wir versuchen, als gute Nachbarn zusammenzuleben und uns für das Wohl der Stadt und unserer Mitmenschen einzusetzen.

 

Doch ein "Zusammenleben" umfasst mehr als nur ein politisches oder freundschaftliches Gespräch. Es geht darum, wie die Menschen einander begegnen und gemeinsam Wege finden, um in ihrer eigenen Nachbarschaft, aber auch in der Innenstadt von Neumünster, in einem guten Miteinander leben, arbeiten und ihre Freizeit erleben. Unsere Gemeinden, Arbeitsplätze, Schulen und Unternehmen sowie Stadtzentren sind allesamt "Orte im Wandel", an denen sich ständig neue Menschen bewegen. Es ist für alle von Bedeutung, wie sie miteinander interagieren und kommunizieren sowie welche Anstrengungen sie unternehmen, um einladende Orte zu schaffen. Dies gilt nicht nur für Neuankömmlinge, sondern auch für alle anderen.

 

Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, unsere Stadt Neumünster und ihre vielen Orte zu lebenswerten Orten zu machen.

Wir sollten uns stets vor Augen halten, dass die Art und Weise, wie wir unsere Stadt revitalisieren, einen wichtigen Einfluss darauf haben wird, welche Lebensbedingungen die Generationen nach uns vorfinden werden.

 

Kriminalität und Gewalt sind nur einige der zahlreichen Herausforderungen, mit denen unsere Stadt derzeit konfrontiert ist. Kriminalität und Gewalt stellen eine ernstzunehmende Herausforderung für den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Stabilität in der Stadt Neumünster dar. Die dadurch entstehenden Schäden und Ängste stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Lebensqualität, die Menschenrechte, die soziale und wirtschaftliche Stabilität sowie die nachhaltige Entwicklung dar. Vor allem Bürgerinnen und Bürger, die gerne in Neumünster leben und deshalb diese Stadt nicht verlassen und wegziehen wollen, sind davon betroffen.

Gewalt und Kriminalität sind leider auch in unserer Stadt Neumünster zu einem ernsthaften Problem geworden, das nicht länger ignoriert werden kann.

Kriminalität und Gewalt entstehen nicht von selbst. Der Verlust an finanziellem Wohlstand durch die Finanz- und Industriekrise der letzten Jahre, die Armut und auch die Zunahme der Hoffnungslosigkeit, der Verlust vieler Arbeitsplätze und eine immer älter werdende Einwohnerschaft der Stadt Neumünster führten und führen dazu, dass die Bürger das Interesse daran verlieren, in Neumünster zu leben und an allen Aktivitäten in der Innenstadt und insbesondere im Renckspark teilzunehmen. So zog es Menschen, die in der Kriminalität ihr Geschäftsmodell gefunden haben, nach Neumünster, in der Hoffnung, hier eine größere Kundschaft für ihre Geschäfte zu gewinnen.

 

Die Kriminalität hat bei den Bürgerinnen und Bürgern Neumünsters zu einer gewissen Verunsicherung und Angst geführt. Dies hat bei vielen das Gefühl verstärkt, dass sie sich in dieser Situation entmachtet und allein gelassen fühlen. Auf diese Weise konnten sich kriminelle Strukturen in unserer Stadt etablieren.

Es liegt in der Verantwortung aller Bürger dieser Stadt, dazu beizutragen, die Kriminalität zu verringern.

Polizei, Gerichte und Gefängnisse sind wichtige Akteure im Kampf gegen Kriminalität und Gewalt in Neumünster. Dennoch ist es unerlässlich, dass alle Bürger*innen der Stadt ihren Teil beitragen, um die Eskalation der Gewalt zu stoppen. Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit sollte als ein Recht aller Bürger betrachtet und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit behandelt werden. Ich bin der Überzeugung, dass eine Zusammenarbeit von Institutionen und Zivilgesellschaft dazu beitragen kann, die Sicherheit in Neumünster zu erhöhen. Ein integratives und gleichberechtigtes städtisches Umfeld kann dabei als Zielsetzung dienen.

 

Ich empfehle, die Initiative zu ergreifen und gemeindeweite Strategien zur Kriminalitätsprävention zu koordinieren, um Kriminalität und Gewalt zu reduzieren. Der Erfolg solcher Bemühungen hängt maßgeblich von einer engen Zusammenarbeit zwischen lokalen Verantwortlichen, Bürgern und der Zivilgesellschaft ab.

 

Eine gute Stadtverwaltung legt Wert auf Bürgerbeteiligung und strebt danach, alle Bürger – auch diejenigen, die am stärksten ausgegrenzt werden und in Armut leben – in die lokale Entscheidungsfindung und Planung einzubeziehen.

   

Ich würde mich sehr freuen, wenn Neumünster für alle Bewohnerinnen und Bewohner ein lebenswerter Ort wäre. Dafür wäre ich jedem sehr verbunden, wenn man mir die Gelegenheit geben würde, ihm mein Konzept vorzustellen. Ich wäre aber auch sehr dankbar, wenn man mich bei der Umsetzung dieses Ziels unterstützen und begleiten würde.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass öffentliche Räume wie der Großflecken, Am Teich und der Renckspark wichtige Orte sind, an denen die städtische Sicherheit verbessert werden kann, indem Werte des sozialen Zusammenhalts und des Zusammenlebens gefördert werden.

Ich bin überzeugt, dass die Menschen dieser Stadt einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, positive Veränderungen an diesen Orten zu bewirken. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Bürgerinnen und Bürger als empfindsame und sensible Menschen angesprochen und gesehen werden sollten, anstatt sie lediglich als diejenigen zu betrachten, die sich über alles und jedes beschweren.

 

Wie können wir in Neumünster für mehr Sicherheit sorgen?

Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sind sehr daran interessiert, Kriminalität und Gewalt in Neumünster zu bekämpfen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kriminalität und Gewalt in ihren verschiedenen Formen für viele Frauen ein großes Anliegen ist, insbesondere für diejenigen, die in den am meisten benachteiligten Vierteln leben. Eine sichere Stadt ist eine Stadt, in der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Strafverfolgung und Prävention herrscht, in der in die Jugend investiert wird und wo auf den Stärken der Stadtteile und Gemeinden aufgebaut wird.

 

Eine Kampagne auf Stadtebene könnte dazu beitragen, sicherzustellen, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status, ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen, religiösen, sozialen Zugehörigkeitan die an den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten unserer Stadt teilhaben können.

 

Ich bin überzeugt, dass die Einbeziehung von allen Bürgern, auch von armen Stadtbewohnern und Jugendlichen auf allen Ebenen der Planung und Entscheidungsfindung der Schlüssel zur Schaffung einer sichereren Stadt ist.

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn man mich bei der Schaffung einer Plattform im Park unterstützen würde, die Lösungen für einen besseren Zusammenhalt und ein besseres Zusammenleben bietet.

Es wäre wünschenswert, erfolgreiche Lösungen zu fördern und Innovationen anzuregen, wo Veränderungen notwendig sind.

 

In den vergangenen Monaten habe ich das Thema Großflecken, Am Teich und Park mit denjenigen noch einmal angesprochen, mit denen ich bereits im Gespräch war. Dabei ging es darum, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie wir die Innenstadt wiederbeleben können. In dieser Angelegenheit habe ich bereits mit verschiedenen Akteuren gesprochen, darunter Verbänden, Organisationen, Einzelpersonen sowie Geschäftsinhabern. Dabei habe ich durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Alle Interessensgruppen haben ihr Interesse bekundet, an dem von mir vorgeschlagenen Konzept mitzuarbeiten und sich aktiv daran zu beteiligen.

Ich denke, wir können alle davon ausgehen, dass wir in dieser Angelegenheit das gleiche Ziel verfolgen. Es ist von großer Bedeutung, dass wir uns gemeinsam dafür einsetzen, die Stadt Neumünster und hier besonders die Innenstadt zu einem sicheren und lebenswerten Ort zu verändern.